 Bábolna soll privatisiert und zerschlagen werden! | ... Das Land des Gestütes, auf dem heute die Mutterstuten und ihre Fohlen weiden ist zum Spekulationsobjekt geworden. Tamaz Rombauer kämpft schon seit 17 Jahren, während verschiedener politischer Konstellationen in Ungarn, um das Gestüt. Als Direktor hat er sich immer wieder mit den Ministerien und korrupten Politikern angelegt, denen es jetzt gelang ihn "Schach Matt" zu setzen.
Bitte lesen Sie den Brief von Tamás Rombauer und helfen Sie uns in einer öffentlichen Aktion die Behörden des Landwirtschaftsministeriums mit E-mails zu bombardieren. Wir werden in den nächsten Tagen hier entsprechende Adressen veröffentlichen und auch einen Brief in ungarisch bereit stellen, den sie herunterladen und weiter versenden können. Nur mit einer Reaktion der breiten Öffentlichkeit können wir vielleicht etwas erreichen. Wie heisst es so schön in einem Filmtitel "Sie hatten keine Chance, aber sie nutzen sie". Mit Gottes Hilfe und unserem positiven Zutun können wir möglicherweise eine Reaktion erreichen. HELFEN SIE MIT!
Mit herzlichen Grüssen Gabriele Boiselle
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BRIEF Tamás Rombauer:
Liebe Freunde, Ich möchte Sie hiermit informieren, daß ich mit Wirkung vom 17. Januar 2008 als Direktor des Nationalgestüts Bábolna GmbH abgezogen wurde, und zeitgleich wurde damit auch meine Tätigkeit für diese Firma beendet.
Diese Entscheidung wurde vom Nationalen Rat für staatliche Besitztümer gefällt, und vom Generaldirektor der für die nationalen Besitztümer verantwortlichen Gesellschaft ausgeführt. Im Hintergrund dieser Affäre steht der Erwerb der Länder der früheren Firma Bábolna Aktiengesellschaft, von denen das Gestüt bis zum heutigen Tag nicht einen Hektar erhalten hat. Vielmehr wurde die Entscheidung der Regierung (daß das Nationalgestüt Bábolna 760 ha Land erhalten solle), seit eineinhalb Jahren nicht umgesetzt. Das Ziel ist das Gestüt zusammen mit dem Pferdebestand so schnell wie möglich in Vermögensverwaltung zu geben, wozu kein funktionsfähiger Beispiel in der Welt gibt. Ich war 17 Jahre lang für das Zuchtprogramm im Gestüt Bábolna verantwortlich und während der letzten 5 Jahre, war ich Direktor des gesamten Nationalgestüts (d.h. 2 Gestüte, das Arabergestüt Bábolna und Englisch Vollblutgestüt Dióspuszta, Tourismus, botanischer und zoologischer Park, den Betrieb des elektrischen Netzwerks, die Erhaltung der historischen Gebäude, die Organisation von Ausstellungen und eine Schule). Wir haben bedeutende Erfolge erzielt, in der unsere Zucht, sowie die professionelle Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen und Züchtern eine wichtige Rolle spielten. All dies brauchte meine ganze Zeit und Aufmerksamkeit, und so konnte ich viele Einladungen, die ich in den letzten Jahren erhalten hatte, nicht wahrnehmen. Bitte haben Sie dafür Verständnis!
Ich möchte auch jedem danken, der Bábolna in der Vergangenheit, insbesondere seit 1990, geholfen hat. Der Platz würde nicht ausreichen, um all die Namen aufzulisten, und ich bin sicher, ich würde auch einige vergessen zu erwähnen. Aber Mr. Krzysztalowicz/Janow, Dr. Eckehard Frielinghaus (ISG) und Mr. Jay Stream (WAHO) können sich glücklich schätzen, daß sie nicht mehr mitansehen müssen, wie die Zuchtarbeit von 219 Jahren ausgelöscht wird. Soweit ich in der Zukunft dafür Zeit habe, werde ich weiterhin den Aktivitäten der MALE (Verband der Privatzüchter Arabischer Pferde in Ungarn) als „Volontär“ beistehen. Zusammen mit den Direktoren anderer europäischer Staatsgestüte haben wir begonnen, die Aktivitäten der Nationalgestüte zu koordinieren, und wir planen, eine Gesellschaft, die „European State Stud Assembly“ (ESSA), zu gründen. Die Notwendigkeit hierfür wurde nun durch die Vorkommnisse in Bábolna und in der ungarischen Pferdezucht bestätigt.
Nur der laute Protest der nationalen und internationalen Öffentlichkeit kann Bábolna noch helfen, und kann ähnliche Aktionen verhindern. Zumindest wird ein solcher Protest diejenigen, die verantwortlich sind, dazu bringen, zu überdenken, was sie getan haben. Es ist dies nicht nur ein nationales Problem, denn es geht um die Erhaltung eines nationalen Kulturerbes in Europa, in diesem Fall der Shagya-Araber, also einer Pferderasse, die das ungarische Parlament als eine „gefährdete Rasse“ eingestuft hat. Mit Hinblick auf die Erhaltung der Rasse, hat sich der Präsident von Ungarn, Mr. László Sólyom sehr engagiert. Die Entscheidung über die Zukunft des Gestütes kann von Prof. Dr. János Nagy, Präsident des Nationalen Rats für staatliche Besitztümer, sowie vom Finanzminister János Veres getroffen werden.  | „Heute wir – morgen ihr“ – dies könnte das Motto sein, denn jede Rasse, die sich in Staatsbesitz befindet, ist gefährdet. Und ohne Basis sind die Privatzüchter nicht in der Lage, eine Rasse zu erhalten, die als „nicht so modern“ gilt. Ihr Protest kann erfolgreich sein, wenn auch die Presse informiert wird über das, was hier geschieht. Falls Sie in diese Richtung treten möchten, ist unser Verband bereit Ihnen behilflich zu sein.
Nochmals meinen Dank für Ihre Zusammenarbeit, mit freundlichen Grüßen
Tamás Rombauer |
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